Interview mit Mirai vom Blog „Lass mal lesen“

Mirai und unsere Autorin Martina Wildner

Mirais Blog: https://lass-mal-lesen.blog

Bei Instagram ist Mirai unter dem Namen @lesehexemimi zu finden.

Ein Text von Martina Wildner

An einem schönen Frühlingstag treffe ich mich mit der Buchbloggerin Mirai, 12, in einem Café in der Florastraße in Pankow. Wir haben es beide nicht weit, ich bin aber ganz verschwitzt, weil ich ziemlich schnell geradelt bin.

Zuerst machen wir Fotos, draußen vor blühenden Forsythien und Zierpflaumen, dann geht es los. Ich muss Mirai gestehen, dass es das erste Interview meines Lebens ist – ich bin 50! – und sie rät mir, ein Programm anzuschaffen, das mit dem Handy aufgenommene Gespräche in Text umwandelt. Stimmt! Gleich was gelernt! Also auf zur ersten Frage:

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10 Fragen an unsere SpreeautorInnen: Kirsten Reinhardt

Foto: © Carolin Saage


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Name: Kirsten Reinhardt
geboren in:  Walsrode
seit wann in Berlin: 2003
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

„Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner, „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren und „Otto ist ein Nashorn“ von Ole Lund Kirkegaard.

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Autorin – und wie bist du es geworden?

Ich hab, glaub ich, schon immer davon geträumt – habe das Lesen geliebt und hatte in Buchhandlungen immer Bauchweh vor lauter Aufregung, wenn ich mir ein Buch aussuchen durfte. Allerdings dachte ich lange, Schriftsteller*innen seien grundsätzlich uralt, tot und auf jeden Fall weltberühmt. Das Schreiben als Beruf für mich zu einer Möglichkeit gemacht hat erst eine Autorenlesung, als ich in der fünften Klasse war. Der Autor war nämlich ein ganz normaler Typ, und dann hab ich gemerkt, das könnte ich ja möglicherweise ganz vielleicht auch schaffen…

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Leipziger Impressionen

von Andrea Schomburg

Buchmesse Leipzig. Unbegreiflicherweise schon wieder vorbei, und gleichfalls unbegreiflich, was sich in zwei Tagen an Treffen bzw. Fast-Treffen alles ereignen kann: Schon am Ankunftsabend dinierte im Restaurant „Drogerie“ neben Juliane Kayser und mir am Nebentisch Rainer Moritz, der Chef des Literaturhauses Hamburg, und dann kam auch noch Denis Scheck hereingefedert, den ich ja mit teeniehafter Anhimmelung verehre, und nur mühsam konnte ich mich daran hindern, hinzurennen und zu sagen, wie toll ich seine Rezensionen finde.

Am nächsten Morgen bei strahlendem Wetter zur Messe gefahren, in Halle 2 fast kein Durchkommen in dem Gewimmel von Schul- und Kita-Gruppen. Diesbezüglich wird jedenfalls Leseförderung betrieben, dass es nur so kracht!

Ein Leipziger Lesekompass ging, wie euch allen ja bestimmt bekannt, an unsere Spreeautorenkollegin Lena Hach für ihr Buch „Grüne Gurken“. Ich konnte ihr gleich gratulieren und außerdem Christine Paxmann, die Chefin vom „Eselsohr“, Stefanie Leo („Ich mach was mit Kinderbüchern“), meine Hummelburg-Pressefrau Anika Harder und, last but not least, Kirsten Boie begrüßen, die trotz Fuß-Orthese unglaublich aktiv, freundlich und souverän bei ihren Lesungen, aber vor allem für ihre „Hamburger Erklärung“ („Jedes Kind muss lesen lernen“) unterwegs und einfach überall war. Tolle Frau!

Frau Kothe und Frau Reiter von „Käpt‘n Book“, wo ich im Herbst lesen darf, habe ich auch kennengelernt und gleich das megatolle Käpt’n-Book-Magazin geschenkt bekommen.

Der absolute Höhepunkt des Tages war aber natürlich das Interview mit der Literaturinitiative Berlin zu meiner geliebten Neuerscheinung „Herzensbruder Bruderherz“ (Tulipan). Vor Freude und Aufregung habe ich fast den Stand nicht gefunden, aber dann doch. Lucia, Leni, Anissa und Orson hatten sich vorbereitet bis unter den Stehkragen und haben kompetente, sehr interessierte Fragen gestellt: Ob das Buch autobiographische Züge hat, zum Beispiel, welche Szene mir am besten gefällt, welche Person ich am meisten mag und ob mein Leben als Lehrerin das Buch beeinflusst hat, was ja sehr der Fall ist …

Dann habe ich noch ein bisschen die wie immer herzliche Gastfreundschaft meines Tulipan-Verlags genossen, mit der Verlegerin Anette Beckmann geklönt, mich bei den Presse-und Lizenzfrauen Simone Theurer und Nellie Oswald für alles bedankt, und dann kamen noch Jutta Nymphius und Stefanie Taschinski, die unfassbar tolle und aktive Doppelspitze der Elbautoren, die bis nach Leipzig in Sachen Elbautoren unterwegs waren.

Natürlich kann man nicht annähernd alle Veranstaltungen besuchen. Eine, in die ich reingeschnuppert habe, hieß „Patriarchendämmerung – über das veränderte Bild des Verlegers“: Trotz verringerter Leserzahlen kein Grund für Krisenstimmung, habe ich dort gelernt, man kann das auffangen im Audio Screening Bereich und müsse neue Kanäle zum Kunden nutzen, Klagen gäbe es immer, tatsächlich wurde schon 1920 von maßgeblicher Seite beklagt, dass die Neuzeit so hektisch geworden sei, dass niemand mehr Zeit zum Lesen habe.

Na dann …

Am nächsten Tag weitere Treffen und anregendes Gewusel: Frank Kühne vom Carlsen Verlag, mit dem ich auf Facebook befreundet bin und der die Elbautoren in großzügigster und nettester Weise unterstützt, winkt kurz von einem Termin. Jörg Hilpert, der Vater des „Ritter Rost“, erzählt oder vielmehr erzählt nicht von einem neuen, noch geheimen Projekt. Am Carlsen-Stand fällt mir sein großartiges hochformatiges Bilderbuch „Der Eichbaum“ in die Hände, das von Christian Morgenstern inspiriert zu sein scheint: „Mietegäste vier im Haus / hat die alte Buche“. Natürlich nur der Ausgangspunkt!

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