10 Fragen an unsere SpreeautorInnen: Britta Teckentrup


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Name: Britta Teckentrup
geboren in:  Hamburg
seit wann in Berlin: 2005
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

„Kein Kuss für Mutter“ von Tomi Ungerer,  „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen und „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Illustratorin – und wie bist du es geworden?

Es war eigentlich nie ein direkter Berufswunsch Illustratorin zu werden. Nach dem Abitur bin ich nach London gezogen, um einen „Foundation Kurs“ zu machen. Dort konnte man sich für ein Jahr in allen kreativen Richtungen ausprobieren. Eigentlich wollte ich dann Freie Kunst studieren, habe mich aber irgendwie nicht getraut und mich für einen BA in Illustration beworben. (Freie Kunst habe ich danach dann doch noch studiert.) Am Ende meines Illustrationsstudiums wurde mir unerwarteterweise mein erstes Bilderbuch angeboten, und die Verlegerin hat mich direkt dazu ermuntert, meine Bücher auch selbst zu schreiben.

Lange Zeit habe ich dann als Illustratorin/Autorin und freie Künstlerin gearbeitet und über die Jahre immer mehr die Liebe zum „besonderen Bilderbuch“ entdeckt.


3. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Ich arbeite von zu Hause aus und sitze an einem Tisch direkt vorm Fenster..

Vor dem Haus steht ein großer Kastanienbaum … und es fühlt sich im Sommer manchmal so an, als säße ich mitten im Wald (Eichhörnchen und Vogelgezwitscher inklusive) … wären da nicht der Verkehr und die Stimmen von der Straße.

4. Wann kommen dir die besten Ideen?

Im Zug, in der Badewanne … und beim Arbeiten selbst.

5. Wie sollen die HeldInnen deiner Kinderbücher vor allem sein?

Die Charaktere in meinen Büchern sind meistens immer etwas „anders“ als die „vielen“ … Und das ist auch gut so.

6. Welches Tier zeichnest du am liebsten, welchen Gegenstand gar nicht gern?

Bären und Vögel sehr gerne (Pferde und Kühe gar nicht gerne). Computer, Fahrräder und Maschinen stehen nicht wirklich ganz oben auf meiner Liste …

7. Wem zeigst du als Erstes deine Bilder?

Meistens direkt meinem Verleger/in (in Deutschland) oder dem Art Director (in England). Und, wenn ich mich – bei meiner oft viel zu großen Bildauswahl – nicht entscheiden kann, hilft mir oft mein Mann, der auch Künstler ist.

8. Machst du Lesungen oder Workshops mit Kindern? Fällt dir dir dazu ein Erlebnis ein?

Ich habe bei einer meiner ersten Lesungen gelernt, dass man eine größere Gruppe von Kindern nie fragen sollte, wer alles ein Haustier hat. Danach kannte ich jeden einzelnen Namen und das Alter des jeweiligen Haustieres.

Dann war da noch das Kind, das sagte: „Ich habe zwar kein Haustier, aber einen kleinen Bruder …“ Somit kannte ich dann auch alle Namen der Geschwister … Viel Zeit für meinen Workshop blieb nicht! Jetzt stelle ich diese Frage nur noch in kleiner Runde oder gar nicht.

9. Was sollte sich in der Kinderbuchbranche grundlegend verbessern?

Da ich 17 Jahre in England gelebt habe, sind viele meiner Verlage englisch. Ich finde es dort sehr gut, dass man als Bilderbuchautorin/Illustratorin mit einem Team, bestehend aus einer Lektorin (für den Text) und einer Art Direktorin (für die Bilder), zusammenarbeitet. So werden Bild und Text gleichgestellt und gleichermaßen respektiert und anerkannt.

Und auch immer wichtig – die Backlist pflegen!


10. Wie hieß das erste Kinderbuch, das von dir erschien, und was ist deine jüngste Neuerscheinung auf dem Buchmarkt?

Das erste Buch hieß „Coyote Makes Man“ geschrieben von James Sage, erschienen 1993. Die beiden jüngsten Neuerscheinungen in Deutschland sind: „Katze & Maus“ bei Prestel und „Die Schule“ bei Jacoby & Stuart.

„Die Schule“, Jacoby & Stuart, „Katze und Maus“, Prestel Verlag,
bei beiden: Text und Illustration von Britta Teckentrup