10 Fragen an unsere SpreeautorInnen

Portrait Lena Hach (von Anja Schaffner)


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Name: Lena Hach
geboren in:  Seeheim-Jugenheim (Hessen)
seit wann in Berlin: 2006
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

„Der Wunschpunsch“ von Michael Ende, „Drei Männer im Schnee“ von Erich Kästner, „Ein und Alles“ von Jutta Bauer und Christine Nöstlinger

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Autorin – und wie bist du es geworden?

Als Kind war meine Standardantwort, dass ich Journalistin werden will. Was ich während und nach des Studiums dann auch eine Weile  gemacht habe … Doch irgendwie hat es mich immer zur Fiktion gezogen. Ich erinnere zum Beispiel, dass ich als Grundschülerin im Büro meiner Mutter gesessen und an der Schreibmaschine erste kurze Geschichten getippt habe. Dann bin ich zum Kopierer gerannt und habe die Blätter an beinahe jeden verteilt, der mir begegnet ist.

3. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Ich habe seit etwa einem Jahr sogar zwei Arbeitsplätze: Manchmal arbeite ich zu Hause, am Schreibtisch oder Esstisch, und manchmal arbeite ich in meinem schönen Coworking Space in Schöneberg. Da habe ich zwar keinen festen Platz, aber dafür treffe ich in der Küche immer Leute zum Quatschen.

 „Esstisch als Arbeitsplatz“ mit Laptop, Kaffeetasse, kaum Krümeln, Geburtstagsgirlande und Hänge-Herzchen.

4. Wann kommen dir die besten Ideen?

Meistens kommen sie, wenn ich gar nicht nach ihnen suche. Beim Baden oder Spazierengehen zum Beispiel.

5. Wie sollen die HeldInnen deiner Kinderbücher vor allem sein?

Zuerst dachte ich „humorvoll“. Weil mich die Figuren während des Schreibens dann gut unterhalten. Aber ich glaube, sie sollten auch lebensnah sein – sie dürfen ruhig gewisse Macken haben. Und sie brauchen natürlich Entwicklungspotential, alles andere wäre langweilig.

6. Träumst du manchmal von deinen Figuren? Und wie heißt deine Lieblingsfigur?

O nein, geträumt habe ich von meinen Figuren noch nicht – zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Ich würde auch behaupten, dass ich keine absolute Lieblingsfigur habe. Im besten Fall ist natürlich die Figur, über die ich gerade schreibe, meine liebste. Dann prokrastiniert man nicht so viel.

7. Wem liest du als Erstes deine Texte vor?

In den allermeisten Fällen bekommen meine Lektorinnen einen neuen Text zuerst. Allerdings lese ich ihnen den ja nicht vor …

8. Machst du Lesungen oder Workshops mit Kindern? Fällt dir dir dazu ein Erlebnis ein?

O ja, ich mache ganz viele Lesungen und auch super gerne. Vor allem aus der Reihe „Der verrückte Erfinderschuppen“ lese ich gern, weil es so interaktiv ist. Ich habe meistens ein selbst ausgedachtes Experiment dabei, und zwischendurch frage ich die Kinder nach Dingen, die dringend mal erfunden werden müssten: Die Ideen sind genial! Wie etwa der Hausverkleinerer: Mit dem kann man sein Haus an jeden Urlaubsort mitnehmen. Sehr praktisch.

9. Was sollte sich in der Kinderbuchbranche grundlegend verbessern?

Diversität in Kinderbüchern sollte zu einer Selbstverständlichkeit werden.

10. Wie hieß das erste Kinderbuch, das von dir erschien, und was ist deine jüngste Neuerscheinung auf dem Buchmarkt?

Mein erstes Buch war „Die Geschichte vom Un-Geheuer“ – das Bilderbuch erzählt ein paar Tage aus dem Leben eines Monsters, das es satt hat, dass sich alle vor ihm fürchten. Meine jüngstes Kinderbuch ist der fünfte Band aus der Erfinderschuppen-Reihe: Das Ruckzuck-Weg-Spray. Hier erfinden Fred, Walter und Tilda aus Versehen ein Mittel, mit dem sie unsichtbar werden. Sie nutzen die Gelegenheit direkt, um sich über Nacht im besten Spielzeugladen der Welt einschließen zu lassen. Da ist Chaos natürlich vorprogrammiert. Das neue Jugendbuch heißt „Grüne Gurken“ und erzählt die Geschichte von Lotte, die mit ihrer Familie gerade nach Berlin gezogen ist – unfreiwillig. Erst als Lotte im Späti gegenüber zu jobben beginnt, freundet sie sich so langsam mit der Stadt an … und mit einem Bewohner im Speziellen.

Der verrückte Erfinderschupen: Das Ruckzuck-Weg-Spray, Umschlagillustration von Daniela Kulot, bei mixtvision.
Grüne Gurken, Coverdesign: Zero-Werbegentur, bei mixtvision.

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