10 Fragen an unsere SpreeautorInnen: Nele Brönner

© Foto: Herwig Bitsche

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Name: Nele Brönner
geboren in: Marburg an der Lahn
seit wann in Berlin: 2000
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

Ich beschränke mich mal auf die Bilderbücher. Eines war „Lupinchen“ von Binette Schroeder, erschienen bei NordSüd – allerdings dachte ich, bis ich eben auf der Verlagsseite nachgeschaut habe, dass Lupinchen ein Mädchen ist und keine Puppe!

Außerdem: „Ein Tiger kommt zum Tee“ von Judith Kerr und „Zottel, Zick und Zwerg“ von Alois Carigiet.

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Illustratorin – und wie bist du es geworden?

Erst an der Uni wurde mir klar, dass es diesen Beruf überhaupt gibt und dass es dabei um Bilder geht, die erzählen. Ich habe Visuelle Kommunikation an der UdK studiert, bin in die Klasse Illustration von Henning Wagenbreth gegangen und habe dort meinen Abschluss gemacht.

Dann hat es einfach noch lange gedauert, und irgendwann war ich Illustratorin.

3. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Ich habe ein Atelier in der Nähe der Jannowitzbrücke, versteckt hinter Clubs, in einer alten Kupferfabrik. Wie mein Arbeitsplatz aussieht, hängt sehr vom jeweiligen Projektstand ab – von super aufgeräumt, wenn ich etwas ganz Neues anfange, bis zu einem großen, chaotischen Haufen aus Blättern mit Zeichnungen und Skizzen, Tuschen, Pinseln und Stiften, wenn ich tief in einem Buch stecke.

4. Wann kommen dir die besten Ideen?

Wenn ich in Bewegung bin, beim Spazierengehen, beim Zugfahren. Reisen und irgendwo fremd und allein sein ist auch sehr fruchtbar – die Inspiration kommt meist im Nachhinein. Ich merke oft, dass ich mich noch von Reisen nähre, die weit zurückliegen.

Gerade bin ich für einen Monat lang als writer-in-residence in Reykjavík. Es ist mitten in der Pandemie und durch die Quarantäne sehr einsam hier. Ich kann mich frisch ausjustieren und viel Neues in mich aufsaugen.

5. Wie sollen die HeldInnen deiner Kinderbücher vor allem sein?

Kontrovers im Sinne von mehrschichtig und auch gerne mal blöd und schlecht gelaunt.

6. Welches Tier zeichnest du am liebsten, welchen Gegenstand gar nicht gern?

Ich zeichne sehr gerne Tiere, eigentlich alle, und Obst, Gemüse und Dinge mit Nasen und Augen. Menschen zeichne ich nicht so gerne.

7. Wem zeigst du als Erstes deine Bilder?

Meinen Atelierkollegen und meiner Lektorin.

8. Machst du Lesungen oder Workshops mit Kindern? Fällt dir dir dazu ein Erlebnis ein?

Ich mache sehr gerne Workshops und Lesungen mit Kindern. Ich freue mich über Kommentare und Fragen meiner LeserInnen, wie zum Beispiel, warum ich einen pinken Affen gezeichnet habe, obwohl es keine pinken Affen gibt, und über andere Privilegien von Illustratoren. Und ich stelle auch sehr gerne selber Fragen.

Meine Bücher haben einen Hang zu einem recht offenen Ende – es gibt also nach der Lesung immer was zu diskutieren

9. Was sollte sich in der Kinderbuchbranche grundlegend verbessern?

Uh, in diesen Zeiten von Covid-19, Zoom, Skype und Online-Lesungen wünsche ich mir mal wieder, auf eine Buchmesse zu fahren – verrückt!

10. Wie hieß das erste Kinderbuch, das von dir erschien, und was ist deine jüngste Neuerscheinung auf dem Buchmarkt?

Mein erstes Buch war AFFENFALLE, 2015 erschienen bei Luftschacht.

Und mein jüngstes Buch heißt FROSCH WILL AUCH, jetzt im Juli erschienen im Tulipan Verlag.

Text und Bild: Nele Brönner, Tulipan Verlag 2020

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