Frohe Weihnachten und Wichtelgeschenk zu gewinnen

Gestern war unsere jährliche SpreeautorInnen-Weihnachtsfeier im Max und Moritz. Wie jedes Jahr war die Veranstaltung sehr gut besucht. Dieses Mal hatten wir als Besonderheit einen lieben Gast. Anette Beckmann, Verlegerin des Tulipan Verlags, hat uns von ihrer Arbeit erzählt, und wir hatten natürlich viele Fragen.

Wir haben noch zwei schöne Links und ein Wichtelgeschenk für euch:

Zum Nachlesen
Rechtzeitig zu 30 Jahre Mauerfall wurde das Buch „Zweimal Marie“ von Nina Petrick bei der Büchergilde Gutenberg neu aufgelegt. Hier könnt ihr ein schönes Interview mit Nina Petrick nachlesen.

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk
Die Autorin Heike Brandt hat aus ihrem Buch „Schokolade & andere Geheimnisse“ (2011 bei Gerstenberg erschienen) ein HÖRBUCH für Kinder ab 8 (4 Cds, 223 Minuten) gemacht.
Den Text hat Heike Brandt selbst eingelesen, Montage und Musik (Gitarre) sind von Jascha Pampuch. Cover und Flyer hat reh)produkt gestaltet, Undercovermedia hat den Druck besorgt. Für 15 Euro kann das Hörbuch hier bestellt werden: schokolade@kreuzberg75.de 

Wichtelgeschenk
In unserem Wichtelsack ist gestern ein Geschenk (Buch für Erstleser) übrig geblieben. Wer Interesse hat, schickt uns eine Mail: spreeautoren@web.de

10 Fragen an unsere SpreeautorInnen: Salah Naoura

Porträt Salah Naoura: © Till Hülsemann

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Name: Salah Naoura
geboren in:  Berlin, aufgewachsen in Hessen
seit wann wieder in Berlin: 1986
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

„Die grüne Wolke“ von A.S.Neill, „Mein Tiger Mitty“ von Anne Barrett und „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ von Boy Lornsen.

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Autor – und wie bist du es geworden?

Mir Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben habe ich schon als Kind, aber eigentlich wollte ich zuerst Illustrator werden, weil ich sehr gerne zeichnete und malte. Später für kurze Zeit auch Schauspieler, aber nach dem Studium (Deutsch und Schwedisch) wurde ich dann erst mal Lektor in einem Kinderbuchverlag. Dann freier Übersetzer. An eigene Kinderromane habe ich mich erst spät herangetraut. Als der erste endlich erschien, war ich schon 43.

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BÜCHERORT / ATELIER PETIT 4

BÜCHERORT / ATELIER PETIT 4

Von Nele Brönner

Das Atelier petit 4, Büro für Illustration, ist eine Wunderkammer und gerade groß genug für vier Illustratorinnen. Es liegt recht weit oben im Prenzlauer Berg in der Kopenhagener Straße, in einem Ladengeschäft mit bewucherter Fassade, großer Glastür und Blick auf die Straße. Um das Atelier herum gibt es jede Menge schöner Orte, um Mittag zu essen, und die Illustratorinnen Arinda Craciun, Bianca Schaalburg, Constanze Guhr und Katja Spitzer nehmen mich auf eine Suppe mit.

„Als wir 2004 den Arbeitsraum gegründet haben“, sagt Constanze Guhr, „gab es hier mittags nichts außer Brötchen. Und es gab noch Quartiersmanagement. Das Haus hat dann ein Kanadier gekauft. Er hat immer betont, er würde was für Künstler tun – bis er das Haus teuer weiterverkauft hat. Wir haben mit einer echt günstigen Miete angefangen, die jetzt langsam steigt.“

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Das schaurige Haus – Der Film

Von Martina Wildner

So ein Film ist eine langwierige, komplizierte und vor allem teure Angelegenheit. Zwischen dem Erscheinen meines Buches „Das schaurige Haus“ 2011 und der voraussichtlichen Premiere Halloween 2020 liegen neun Jahre. In der Zeit wurde das Buch für den Deutschen Jugend-literaturpreis 2012 nominiert und hat sich zu einem kleinen Dauerbrenner – es ist öfter sogar Schullektüre – entwickelt. Irgendwann in dieser Zeit kaufte die Münchner Filmproduktionsfirma nakedeye eine Option auf das Buch. Die Rechte hatte ich einst an Beltz abgegeben, die wiederum eine Filmagentur (Graf & Graf) beauftragt hatten.

Lange Zeit hörte ich nichts, bis es plötzlich im Februar 2017 zu einem Treffen mit den Drehbuchautoren und nakedeye kam. Die Angelegenheit nahm an Fahrt auf, der ORF zeigte Interesse, sich an den Produktionskosten zu beteiligen, und so wurde der Film zu einer rein österreichischen Produktion der Firma monafilm (www.monafilm.tv), weswegen schließlich das Geschehen vom Allgäu nach Kärnten verlegt wurde. Der Allgäuer Dialekt wurde zum Kärntner Dialekt, mein Held Hendrik, ein Ossi, wurde Piefke aus Hannover! Am 28. August fuhr ich für einen Setbesuch nach Bad Eisenkappel bei Klagenfurt.

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2019 – Die fehlenden Bücher

© Fotocenter Berlin

Von Kathrin Köller

Am Anfang dieses Artikels standen jede Menge Anfragen bei Pressevertreterinnen. Ich fragte nach Büchern, in denen Menschen aus dem LGBTIQ-Spektrum auftauchen. Bücher, in denen schwule, lesbische, bi- und pansexuelle Menschen zum Personal der Geschichte gehören, ebenso wie Menschen, die Trans sind, genderfluid oder sich jenseits von männlich und weiblich definieren. Ich suchte Bücher, in denen der ältere Bruder seinen Freund mit nach Hause bringt, ein non-binäres Kind Fußball spielt, oder eine Jugendliche sich in ihre beste Freundin verliebt.

Mindestens 10 Prozent der Menschen in Deutschland verorten sich im LGBTIQ-Spektrum, der Anteil unter Jugendlichen ist eher noch höher. Alle Kinder und Jugendlichen haben in ihrem Umfeld Menschen, die nicht hetero sind oder auch trans, non-binär oder agender. Ich wollte mir anschauen, wie sich diese gesellschaftliche Realität in den knapp 9000 Kinder- und Jugendbüchern des Jahres 2019 abbildet. Meine große Sorge war, nicht alles lesen und würdigen zu können. Ich begann frühzeitig mit der Recherche. Die Pressevertreterinnen recherchierten ebenfalls. Meistens „sah es 2019 nicht so gut aus“, aber sie konnten mir aus vergangenen Jahren ein paar Bücher ans Herz legen. Aber 10 Prozent der Bevölkerung sind doch kein Trendthema und ich ging davon aus, dass in jedem Jahr Kinder- und Jugendbücher erscheinen müssten, in denen die gesellschaftliche Realität abgebildet wird.

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