10 Fragen an unsere SpreeautorInnen: Britta Teckentrup


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Name: Britta Teckentrup
geboren in:  Hamburg
seit wann in Berlin: 2005
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1. Was sind die drei Lieblingsbücher deiner Kindheit?

„Kein Kuss für Mutter“ von Tomi Ungerer,  „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen und „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

2.  Wie kam es zu deinem Berufswunsch Illustratorin – und wie bist du es geworden?

Es war eigentlich nie ein direkter Berufswunsch Illustratorin zu werden. Nach dem Abitur bin ich nach London gezogen, um einen „Foundation Kurs“ zu machen. Dort konnte man sich für ein Jahr in allen kreativen Richtungen ausprobieren. Eigentlich wollte ich dann Freie Kunst studieren, habe mich aber irgendwie nicht getraut und mich für einen BA in Illustration beworben. (Freie Kunst habe ich danach dann doch noch studiert.) Am Ende meines Illustrationsstudiums wurde mir unerwarteterweise mein erstes Bilderbuch angeboten, und die Verlegerin hat mich direkt dazu ermuntert, meine Bücher auch selbst zu schreiben.

Lange Zeit habe ich dann als Illustratorin/Autorin und freie Künstlerin gearbeitet und über die Jahre immer mehr die Liebe zum „besonderen Bilderbuch“ entdeckt.


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Von Feelein und Rehlein, Hauptsache lieb

 © Till Hülsemann

von Salah Naoura

„Mein Vater ist sauer. Deshalb schreit er mich an, deshalb haut er mir eine runter, deshalb kann er mich heute nicht riechen“, schrieb Susanne Kilian 1972 im NEIN-Buch für Kinder (Beltz & Gelberg). Solche Sätze sind im heutigen deutschsprachigen Kinderbuch kaum noch anzutreffen. Bloß nicht anecken, bloß keine Erwachsenen (denn vornehmlich die kaufen ja die Bücher für den Nachwuchs) zu unsympathisch und Kinder zu unerzogen wirken lassen – dies scheint, so jedenfalls bestätigen es viele meiner KollegInnen, das derzeitige Credo vieler Kinderbuchverlage zu sein. Dort werden Figuren bei der Prüfung von Manuskripten einer strengen Verhaltenskontrolle unterzogen. Omas müssen lieb sein, Eltern stets ihr Bestes geben und nicht krank werden, Kinder sollten weder schimpfen (keine Kraftausdrücke bitte!) noch kotzen – Geschichten mit Figuren, die zu unfreundlich, kritisch oder gar traurig wirken, werden entsprechend geglättet oder abgelehnt. Einzig das Klischee der trutschigen Lehrerin mit Halbmondbrille und Angst vor Mäusen, ein Überbleibsel aus den Fünzigern, wird auch heute noch gern (besonders auch im Kinderfilm) bemüht. Lehrerfiguren sind eine Ausnahme und dürfen gerne weiterhin nervig sein, das stört vorlesende Eltern nicht.

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Links im April

© Loeweverlag, Nina Petrick, Vera Schmidt

Neuerscheinung Spreeautoren
Lilli Kolibri träumt von einem verwunschenen Paradies am Meer. Zusammen mit ihren Freunden, dem Gecko Ernesto und der Schnecke Polly, macht sie sich auf die Suche. Ihre Reise führt sie durch dichte Nebelwälder, über hohe Berge und vorbei an gefährlichen Tieren. Doch Lilli wäre nicht Lilli, wenn sie nicht sogar wilde Ratten und einen Puma bändigen könnte! Ob sie auch im Paradies wieder neue Freunde finden wird?

Der dritte Band der neuen Erstlesereihe von Nina Petrick, illustriert von Vera SchmidtLilli Kolibri und ihre Freunde erleben im kubanischen Dschungel spannende  Abenteuer mit einem Hauch Magie. Mit vielen farbigen Illustrationen zum Vorlesen und ersten Selberlesen für kleine Leserinnen ab 7 Jahren. Der Titel ist auf www.antolin.de gelistet.

 

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Interview mit Mirai vom Blog „Lass mal lesen“

Mirai und unsere Autorin Martina Wildner

Mirais Blog: https://lass-mal-lesen.blog

Bei Instagram ist Mirai unter dem Namen @lesehexemimi zu finden.

Ein Text von Martina Wildner

An einem schönen Frühlingstag treffe ich mich mit der Buchbloggerin Mirai, 12, in einem Café in der Florastraße in Pankow. Wir haben es beide nicht weit, ich bin aber ganz verschwitzt, weil ich ziemlich schnell geradelt bin.

Zuerst machen wir Fotos, draußen vor blühenden Forsythien und Zierpflaumen, dann geht es los. Ich muss Mirai gestehen, dass es das erste Interview meines Lebens ist – ich bin 50! – und sie rät mir, ein Programm anzuschaffen, das mit dem Handy aufgenommene Gespräche in Text umwandelt. Stimmt! Gleich was gelernt! Also auf zur ersten Frage:

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